Zum Abschlusskurs der österreichischen IML-Ausbildung ging es für sieben Tage nach Rumänien. Rund um Bran und später am Balea Lac waren wir in den Karpaten unterwegs. Drei Gruppen, drei Ausbildner und jeden Tag eine neue Tour – eine abwechslungsreiche Woche, in der die Teilnehmer noch einmal zeigen konnten, was sie in der Ausbildung gelernt und sich erarbeitet hatten.
Johannes, Stefan und ich begleiteten die drei Gruppen als Ausbildner. Dabei ging es nicht darum, möglichst viel neuen Stoff zu vermitteln, sondern die wichtigen Inhalte der Ausbildung in der Praxis anzuwenden und zu festigen. Orientierung, Erste Hilfe und einfache, improvisierte Seiltechnik waren dabei genauso Thema wie das gemeinsame Unterwegssein in der Gruppe.
Den größten Teil der Arbeit hatten allerdings die Teilnehmer selbst. Jeden Tag übernahm jemand die Führung der Gruppe, plante die Tour und musste diese anschließend auch in die Praxis umsetzen. Für uns Ausbildner hieß das beobachten, Fragen stellen und immer wieder Situationen entstehen lassen, in denen die Teilnehmer selbst Entscheidungen treffen mussten.
Bewertet wurden dabei nicht nur das Eigenkönnen und die Orientierung, sondern vor allem auch die Gruppenführung und die soziale Kompetenz. Wie wird eine Gruppe geführt? Wie werden Entscheidungen kommuniziert? Wie wird auf unterschiedliche Bedürfnisse innerhalb der Gruppe eingegangen? Und wie verhält sich derjenige, der vorne geht, wenn die Planung plötzlich nicht mehr ganz so aufgeht wie gedacht?
Zusätzlich hatte jeder Teilnehmer eine Arbeit zu dem Gebiet um die Karpaten vorbereitet, die ebenfalls Teil der Abschlussbewertung war.
Auch das Wetter hat seinen Teil zur Ausbildung beigetragen. In der ersten Hälfte waren wir noch bei eher herbstlichen Bedingungen unterwegs. Später wurde es oberhalb von etwa 1.800 Metern richtig winterlich. Schnee, Kälte und veränderte Verhältnisse sorgten dafür, dass manche Touren noch einmal eine andere Planung und Herangehensweise verlangten.
Gerade diese Mischung macht solche Ausbildungswochen für mich spannend. Am Papier kann vieles funktionieren – draußen am Berg zeigt sich dann, wie gut jemand planen, reagieren, führen und gemeinsam mit einer Gruppe Lösungen finden kann.
Nach sieben intensiven Tagen in den Karpaten ging damit die österreichische IML-Ausbildung 2026 in Rumänien fast zu Ende, was noch ansteht ist die Abschlussprüfung. Für mich war es eine schöne Woche mit viel Praxis, interessanten Gesprächen und drei Gruppen, die sich im Laufe der Woche immer mehr in die selbstständige Führung hineingearbeitet haben.





























































































































